Bachelorarbeit, TUM
KI-Forschung / Vertrauenswürdige KI · 2025
Echo: Minderung von Halluzinationspotenzial in Nutzer-Prompts
Meine Bachelorarbeit. Ein Shift-Left-Ansatz zur Minderung von LLM-Halluzinationen, der das Problem auf Prompt-Ebene angeht statt erst nach der Generierung.
Kontext
Ausgangspunkt und Rahmenbedingungen
Die aktuelle Halluzinationsforschung konzentriert sich überwiegend auf Faktoren auf Seiten des LLM: Trainingsdatenqualität, Modellarchitektur, Decoding-Strategien. Der Nutzer-Prompt ist jedoch eine kontrollierbare Eingabefläche, die das Halluzinationsrisiko erheblich beeinflusst — diese Dimension ist bislang jedoch weitgehend unerforscht.
Herausforderung
Zentrale Einschränkung, die es zu lösen galt
Entwurf eines Systems, das Prompts vor der LLM-Generierung analysiert, um halluzinationsauslösende Muster zu erkennen und zu mindern. Entwicklung einer neuartigen Taxonomie für nutzerseitige Halluzinationsrisiken sowie einer quantitativen Metrik zur Bewertung des Prompt-Risikos.
Lösung
Konzeptions- und Umsetzungsansatz
Entwickelte eine Multi-Agenten-Pipeline (Analyzer, Initiator, Conversation, Preparator) mit einer neuartigen Taxonomie, die Prompt Risk (Mehrdeutigkeit auf Token-Ebene) von Meta Risk (strukturelle Probleme) unterscheidet. Führte die Prompt Risk Density (PRD) ein, eine gewichtete Metrik zur Quantifizierung von Halluzinationspotenzial. Implementierte iterative Human-in-the-Loop-Verfeinerung mit strukturierten XML-Ausgaben und farbcodierter Risikovisualisierung.
Ergebnis
Messbare Wirkung und erzieltes Ergebnis
Zeigte, dass Shift-Left-Promptanalyse das nachgelagerte Halluzinationsrisiko reduziert. Leistete einen Beitrag zum Forschungsdiskurs über vertrauenswürdige KI in kritischen Bereichen (Recht, Gesundheitswesen, Finanzwesen). Bewies, dass bessere Prompts die Zugänglichkeitslücke zwischen teuren Closed-Source- und kleineren Open-Source-Modellen verringern können.
Wichtigste Erkenntnis
“Halluzinationen sind ebenso sehr ein Prompt- wie ein Modellproblem. Risiken vor der Generierung zu erkennen ist günstiger, als schlechte Ausgaben im Nachhinein zu korrigieren, und eine klare Taxonomie machte das Risiko messbar.”

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